Foto: Steffen Rosipal Photography

Künstler:
Marie Friederike Schöder (Sopran)
Anna-Luise Oppelt (Alt)
Stephan Scherpe (Tenor)
Ralf Grobe (Bass)
Bachchor Arnstadt
capella arnestati
Jörg Reddin (Leitung)
Änderungen vorbehalten
 
Wann:
Sonnabend, 17. März 2018, 19.30 Uhr
 
Dauer:
ca. 90 Minuten
 
Ort:
Johann-Sebastian-Bach-Kirche Arnstadt
 
Kartenpreise:
Kategorie 1: 28,85 €
Kategorie 2: 24,45 €
Kategorie 3: 18,95 €

 

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Die Kartenpreise sind gültig in den stationären Vorverkaufsstellen. Die Preise beim Onlinekauf können abweichen.
 
Ermäßigungen erhalten: Schüler, Studenten, Inhaber des Arnstädter Freizeitpasses mit dem Vermerk „ALG II Empfänger“, ALG II Empfänger sowie Schwerbeschädigte und deren volljährige Begleitperson gegen Vorlage eines entsprechenden und gültigen Ausweises. Rollstuhlfahrer und deren Begleitperson erhalten Ermäßigungen. Kinder bis einschließlich 7 Jahren, in Begleitung eines Erwachsenen, erhalten freien Eintritt ohne Sitzplatzanspruch.


Das ist die Johannespassion:
Die Johannes-Passion existiert in vier verschiedenen Fassungen – von 1724, 1725, um 1730 und aus Bachs letzten Lebensjahren. Allerdings gibt es von ihr keine „Endfassung“. Immer wieder nahm Bach Veränderungen vor, selbst als er ca. 1739 mit der Anfertigung einer Reinschriftpartitur begann. Beendet wurde sie jedoch durch einen Kopisten. Die zu Bachs Zeiten letzte aufgeführte Variante der Passion stammt von 1749. Sehr auffallend ist dort eine ungewöhnliche Erweiterung an Instrumentalstimmen. Dieser Passion liegt der Evangelien-Bericht nach Johannes zugrunde. Die Texte der Choräle in der Johannes-Passion stammen meist von bekannten Kirchenlied-Dichtern – unter ihnen auch Martin Luther. Des Weiteren finden sich frei hinzugedichtete Texte. Ob Bach selbst der Autor war, ist nicht nachzuweisen. Bach komponierte diese Passionsmusik für einen vierstimmigen Chor, Gesangssolisten und Orchester für Karfreitag, den 7. April 1724. An diesem Tag wurde sie in der Leipziger Nikolaikirche uraufgeführt. Für damalige Verhältnisse war eine Aufführung in dieser tiefgreifenden und zeitlich umfangreichen Weise nicht selbstverständlich. Früher wurde zum Beispiel am Karfreitag die Leidensgeschichte Jesu meist gesungen – als liturgischer Sprechgesang. Spätere Komponisten änderten dann die Bibeltexte für ihre Musik etwas um. Bach jedoch hielt sich streng an die Übersetzung der Bibel durch Luther, die auch im täglichen Leben für ihn Quelle und Halt war.

Von Bachs musikalischem Schaffen sind leider viele Werke verschollen. Allein fünf Passionen hat er geschrieben – lediglich zwei sind erhalten, wovon die Johannes-Passion die ältere ist. Die Wissenschaft wird wohl nie alle Rätsel um Bach lösen können, wenn man auch immer wieder etwas Neues – bisher Unentdecktes – über ihn erfährt. Glück oder Trauer – die Musik von Bach passt immer! Wer sich auf Bach und seine Musik einlässt und sich ihr nähert, kann – im positiven Sinne – süchtig werden.

 
 
 

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